Beim diesjährigen M3 Montafon Bike Marathon war der RSV mit Matthias und Timo doppelt auf der Mitteldistanz über 64km und 2400hm vertreten. Nach dem Start in Schruns ging es von Beginn an bergauf in Richtung Kristberg. Zunächst konnten sich die beiden RSVler noch in der Spitzengruppe halten, bald jedoch zerfiel diese in ihre Einzelteile und jeder kämpfte sich in seinem Tempo den Anstieg hinauf. Nach mehreren Gegenanstiegen befanden sich Matthias und Timo mit einem weiteren Fahrer in einer kleineren Verfolgergruppe und stürzten sich gemeinsam in die Abfahrt, die weitestgehend auf Schotter und Asphalt verlief, jedoch gegen Ende in einem kurzen ruppigen und schmierigen Trailstück mündete. Hier konnte sich Matthias etwas von seinen Mitstreitern absetzen, die Lücke war jedoch nicht groß genug, um diese bis in den nächsten und letzten Anstieg zu halten. So wurde auch dieser gemeinsam angegangen. Während Matthias eher überraschend noch satten Druck hatte und Plätze gut machen konnte, fuhr Timo schnell sein eigenes Tempo. An diesem Tag hatte er nicht mehr genug Körner, seinem Teamkollegen zu folgen. Matthias gelang am Ende ein starker 7. Platz in einer Fahrzeit von knapp unter 3 Stunden. Timo folgte rund 3min später auf dem 12. Platz. Beide waren am Ende optimistisch, die soliden Leistungen auch beim Ischgl Ironbike rund eine Woche später zu bestätigen.

Neben den beiden Montafon-Fahrern machten sich vergangenes Wochenende noch André, Andreas und Gippe auf den Weg nach Ischgl, um bei perfektem Bike-Wetter die anspruchsvolle Strecke mit zahlreichen Rampen und teils sehr technischen Abfahrten unter die Stollenreifen zu nehmen. Während sich Gippe und Andreas für die mittlere Strecke über 50km und 2000hm entschieden, wagten sich die anderen RSVler an die lange Distanz über 75km und 3500hm. Rund 10min nach dem Start der Profis viel auch für die Lizenzfahrer und alle anderen der Startschuss zum diesjährigen Ironbike. Nach dem Start in Ischgl ging es für alle Teilnehmer zunächst mit moderater Steigung talaufwärts. Ein erster etwas längerer Anstieg sorgte dann schnell für ein Ende des beim Start üblichen Gedrängels. Auf dem Weg nach Galtür und wieder zurück nach Ischgl mussten noch einige kleinere Gegenanstiege bewältigt werden, ehe es dann an den ersten langen Anstieg des Tages hinauf zur Idalpe ging.

Dort erfolgte dann die Streckenteilung zwischen „Medium“ und „Hard“. Für Andreas und Gippe ging es nach der Idalpe über eine Schotterrampe zum Veliltrail, welcher die beiden wieder zurück nach Ischgl ins Ziel führte. Gippe konnte sich dabei einen ganz starken zweiten Platz in seiner Altersklasse sichern und sich über eine wohlverdiente Prämie freuen. Andreas ließ es in der letzten Abfahrt gewohnt krachen und holte sich hier noch den ein oder anderen Fahrer. Am Ende erreichte er ebenfalls einen starken 12. Rang unter den lizenzierten Startern. Für André, Matthias und Timo ging der Spaß ab der Idalpe hingegen erst richtig los. Nach einem kurzen, teils noch recht matschigen Trailstück ging es für die 3 RSVler auf der Langstrecke in die ersten Rampen Richtung Salaaser Kopf auf rund 2750 Meter. Leider musste Matthias das Rennen aufgrund muskulärer Probleme im linken Bein, die ihn schon die ganze Saison über plagen, aufgeben. Timo, der bis dahin gemeinsame Sache mit Matthias machte, konnte in den steilsten Rampen kurz vor der „Passhöhe“ den ein oder anderen Fahrer wieder einsammeln und machte sich dann allein in die spaßige Abfahrt nach Samnaun. Es folgte die wohl schwierigste Auffahrt des Tages: über die Alp Trida hinauf zum Idjoch, mit teils extrem steilen Abschnitten am Ende des Anstieges. Sollte man hier nicht mehr die frischesten Beine haben, kann es durchaus mal vorkommen, dass hier schieben angesagt ist. Die beiden verbliebenen RSVler Timo und André kamen hier aber gut zurecht und konnten sich nach erreichen des Joches über gut 1400 Tiefenmeter auf genialem technischen Trail mit anschließender Highspeed Schotterabfahrt freuen. Timo sicherte sich nach rund 4:40 Stunden Fahrzeit den 8. Platz unter den Lizenzfahrern und André konnte sich am Ende über einen starken 5. Platz in der Masters-Klasse freuen.

Alles in allem zwei sehr spaßige und erfolgreiche Rennwochenenden, die den RSVlern viel Motivation für die noch anstehenden Bike-Rennen bringen wird!