Um 4 Uhr in der Früh ging es los ins schöne Montafon, denn der Start der 130 km langen Strecke mit 4500 HM war schon um 7:30 Uhr.
Bei warmen Temperaturen wurde gleich der erste Anstieg mit 1000 HM hochgezogen. Ich hatte super Beine, musste allerdings bei allen Anstiegen schon etwas investieren, um in meiner stetig kleiner werdenden Gruppe dabeizubleiben. Die Abfahrten waren leider recht teerlastig, doch die teils langen Trails liefen einwandfrei. Nach genau 3 Stunden tangierten wir den Zielort. Bei der Mitteldistanz wär man jetzt in 3 Minuten im Ziel und die Siegerzeit betrug heuer 3:03 h…
Aber ich wollte ein größeres Brot backen und so ging es 20 km mit langen, verwinkelten und kräftezährenden Wurzelpassagen leicht bergauf zum finalen langen Anstieg auf die Bihlerhöhe. Entgegen aller Erwartungen regnete es nun und kühlte rasch ab. Allerdings hatte ich bald andere Sorgen. Die ersten 800 HM auf der alten geteerten und steilen Passstraße liefen noch gut, doch dann folgte der finale 300 HM lange Gegenanstieg auf 2050 m hoch. Ein leicht ansteigender und ziemlich ruppiger Schotterweg. Der Saft war draußen, es überholten mich Fahrer und es ging nur noch extrem schleppend. Es folgte eine lange Abfahrt inklusive langem Trail, der mich in diesem Zustand sehr forderte. Auf einem ebenen ausgesetzten Trailstück flog ich zweimal samt Rad in die Böschung.
Nach der Abfahrt zog es sich 20 km auf einer Straße leicht bergab ins Ziel. Man musste eigentlich nur laufen lassen und ab und zu mittreten, aber es wurde immer schlimmer und das Hauptaugenmerk lag noch darin keinen Unfall zu bauen, weil ich gar nichts mehr auf die Reihe brachte.
5 bis 10 Minuten und etwa fünf Platzierungen verlor ich noch durch den Einbruch. Trotzdem lohnte sich der Kampf. In 6:25 h erreichte ich im Fahrerfeld mit etlichen Profis den 25. Platz. Gewonnen hat der amtierende österreichische Staatsmeister Daniel Geismayer in 5:38 h.

Gippe startete auf der Mitteldistanz (65 km mit 2400 HM), da er am Nachmittag noch unbedingt beim Drei-Hütten-Rennen in Nesselwängle an den Start gehen wollte. In einem stark besetzten Teilnehmerfeld erreichte er mit einer Zeit von 3:33:17 den 7. Platz in der AK Master 2 m (29. gesamt von 279 Finishern). Gleich nach der Zielverpflegung ging es mit dem Auto über das Lechtal zum nächsten Rennen nach Nesselwängle.